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oose Unternehmensblog


Startschuss UML 3.0

Heute ist Einsendeschluss für das Request for Information: Future Development of UML. Die Antworten bilden die Basis für die Entscheidung, ob die Entwicklung zur UML 3.0 angestoßen werden soll.
Wenn sich die OMG dafür entscheidet, wird es ein Request for Proposal zur UML 3.0 geben. Dieser enthält auf einer sehr hohen Ebene die Anforderungen, die die neue Version erfüllen muss. Es ist das Lastenheft der UML. Wer sich berufen fühlt, die UML 3.0 zu erarbeiten, kann dies tun und seinen Vorschlag einreichen. In einer Abstimmung wird dann über die endgültige Fassung entschieden.
Keine Panik! Sie müssen jetzt nicht gleich neue Tools kaufen und Seminare buchen. Die UML hat diesen Prozess schon einmal durchlaufen, als die UML 2.0 entwickelt worden ist. Es hat 5 Jahre gedauert, bis die Inhalte fest standen und weitere 2 Jahre bis die UML 2.0 offiziell verabschiedet wurde.
oose hat als aktiver Co-Entwickler der UML auf das Request for Information geantwortet. Neben einigen konkreten Verbesserungsvorschlägen schlagen wir vor, dass sich die UML auf allgemeine Kernkonzepte der Modellierung von Strukturen und Verhalten konzentriert und spezifische Themen wie Softwareentwicklung oder Systementwicklung in standardisierten Profilen definiert werden. Die SysML hat diesen Weg bereits aufgezeigt.
Schreiben Sie mir, wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten: tim.weilkiens(at)oose.de
Tim Weilkiens

OOAD-Buch – neue Auflage

Nach eineinhalb Jahren Arbeit ist es endlich soweit, das “Gelbe Buch” erscheint in einer neuen Auflage, der Titel ist “Analyse und Design mit UML 2.3″. Die 2006er Auflage wird durch die 9. Auflage ersetzt und erscheint im September.
Damit nicht genug, wird auch die “Die UML-Kurzreferenz 2.3 für die Praxis” neu aufgelegt und erscheint im Oktober als 5. Auflage. Sie löst die 4. Auflage von 2005 ab.

Wovon träumen Computerwoche-Leser nachts?

Ran ans Whiteboard, und erklärt! Als Softwarearchitekt kommunizieren Sie Ihre Konzepte und Endscheidungen im Entwicklungsteam. Für die meisten von uns stellt dies keine große Hürde dar. Denn Architekten sollten zuvor selbst lange als Entwickler oder Spezialist in Projekten gearbeitet haben. Oft nehmen sie ohnehin eine Doppelrolle wahr. Erfahrungshorizont und Sprache der Beteiligten liegen nahe beieinander. Was nicht heißen soll, dass es hier nicht zu Konflikten kommen kann. Aber zumindest die Wellenlänge stimmt meist überein.
Aber wie kommunizieren Sie mit Entscheidern? Menschen, die OSGi oder Scala nicht automatisch cool finden und (wenn man den Titelzeilen der Computerwoche glaubt) eher Themen wie z. B. “Die Top-Firmenwagen in der IT”, “Blackberry Storm 2 ab Oktober” oder “7 Spartipps fürs Rechenzentrum” bevorzugen ;-)
Im aktuellen Java Magazin (09.2009) stelle ich in der 12. und vorerst letzten Folge meiner Kolumne “Architekturen kommunizieren” den Architekturüberblick als mögliches Hilfsmittel für die Kommunikation mit Entscheidern vor.
Ich möchte mich nochmal beim Software & Support-Verlag bedanken, der es mir ermöglicht hat, mich im Java Magazin ein Jahr lang in der Kolumne auszutoben. Und bei Ihnen für Ihr reges Feedback zu den Beiträgen.
Die Folgen stellt der Verlag übrigens nach und nach ins Netz. Sie finden sie hier: Architekturen dokumentieren – Die Kolumne im Java Magazin.
Viel Spaß damit!
Stefan Zörner

UML 2.3 ist fertig

Geschafft! Die neue Version 2.3 der UML ist fertig. Nach vielen Diskussionen stehen nun die Änderungen fest. Jetzt muss nur noch das Spezifikationsdokument aufbereitet und einige Absegnungen diverser Gremien durchlaufen werden. Dann wird die UML 2.3 offiziell freigegeben.
Falls Sie schon innerlich zusammenzucken, dass jetzt neue Tools notwendig sind, Sie sich oder Ihre Mitarbeiter neu schulen müssen oder Sie Ihre Entwicklungsprozesse anpassen müssen, kann ich Sie beruhigen. Die meisten Änderungen spielen sich hinter den Kulissen aus Sicht des gemeinen Modellierers ab. Es sind Bugfixes am Metamodell oder Schärfungen der Semantik von Modellelementen im Spezifikationsdokument der UML.
Eine direkt sichtbare Änderung ist die Möglichkeit, dass Ports konjugiert werden können. Die Klasse B in der Abbildung hat denselben Porttyp wie Klasse A, aber die Schnittstelle wird von B eingefordert und von A angeboten. Bisher hätte man für Klasse B einen neuen Porttyp definieren müssen.

Demnächst startet im normalen Standardisierungsprozess die Arbeiten an der UML 2.4. Spannend ist die aktuelle Initiative, die UML grundlegend zu überdenken und die UML 3.0 zu entwickeln.
Sie haben Fragen oder Diskussionsbedarf? oose ist unmittelbar an der Entwicklung der UML beteiligt. Ich freue mich auf Ihre Nachricht: tim.weilkiens(at)oose.de
Tim Weilkiens