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oose Unternehmensblog


Open oose – Letzter Tag: Best Practices für Scrum Master & Product Owner

Agile Vorgehensweisen wie Scrum stellen an die beteiligten Personen besondere Anforderungen. Am 5. Tag ging es um Best Practices für Scrum Master, Product Owner und Projektleiter. Entlang eines Beispielprojekts wurden zwei Iterationen durchlaufen und das Zusammenspiel der drei Scrum Rollen Scrum Master, Product Owner und Team erlebt.

Markus Wittwer und ich haben dabei besonderen Wert auf die Moderation von Planungsmeetings, Reviews und Retrospektiven durch die Teilnehmer gelegt. Für alle Teilnehmer besonders bemerkenswert war die enorme Verbesserung der Teamarbeit nach der ersten Retrospektive. Dabei waren die Anforderungen durch das Übungsbeispiel sehr hoch: Zwei verteilte Teams entwickeln parallel die zwei Teile einer Murmelbahn mit mindestens zwei Schnittstellen und einem Sprungelement (siehe Foto) und durften nur zum Ergebnisreview der Iteration eine Gesamtintegration durchführen. Abnahmekriterium am Ende der zweiten Iteration war der komplette Durchlauf einer Murmel vom Startpunkt über die komplette Bahn in den Abbremsbereich.

Die Teilnehmer empfanden den Tag als den anstrengendsten der fünf open oose Tage, der sich jedoch voll und ganz gelohnt hat. Viele Erkenntnisse konnten mit nach Hause genommen werden, insbesondere wurde der Wert der Soft Skills als enorm wichtiger Erfolgsfaktor gesehen.

So fassten die TeilnehmerInnen den Tag u.a. zusammen:

  • “Wir brauchen Soft Skills für alle!”
  • “Erstaunlich aufschlussreich und lehrreich!”
  • “Scrum ist Dynamik, Scrum ist Kommunikation, Scrum ist Zusammenarbeit”.

Uwe Vigenschow

Murmelbahn
Die Teams bauten eine Murmelbahn

Neues zur Zertifizierung zum Scrum-Master

Nach den Unklarheiten der letzten Wochen schafft die Scrum-Alliance nun endlich Klarheit, wie es genau mit der Zertifizierung für Scrum-Master weitergeht. Hier die wichtigen Informationen zusammengefasst:

  • Der Online-Test ist für eine Zertifizierung zum Scrum Master (CSM) ab dem 01.10.09 notwendig.
  • Der Test erfolgt in Englisch.
  • Der Test wird technisch über die Scrum Alliance Webseite abgewickelt.
  • Er besteht aus 60 Fragen in 60 Minuten (Multiple Choice).
  • Man bekommt zufällig eine von drei Varianten des Tests, in jeder Variante werden 60 Fragen aus insgesamt 90 vorhandenen ausgewählt.
  • Die Inhalte des Scrum Guide werden abgefragt.
  • Die Zertifizierungskosten werden nicht gesondert berechnet, sie sind in den CSM-Seminargebühren enthalten.
  • Man muss ein CSM-Training besuchen bevor man die Zertifierung durchführen kann
  • Man kann den Test bis zu dreimal wiederholen. Die erste Wiederholung kann man ohne Wartezeit zwischen den Tests durchführen, bei einer zweiten und dritten Wiederholung müssen sieben Tage zwischen den Tests liegen. Ist eine vierte Wiederholung nötig, muss erst erneut ein CSM-Kurs besucht werden.
  • All dies gilt momentan nur für die Zertifizierung zum Scrum-Master. Die Zertifizierung zum Scrum-Product-Owner bleibt wie bisher (d.h. eine Teilnahme an einem Seminar ist ausreichend)
  • Die Rezertifizierung wird mit Hilfe von “Personal Development Units” (PDUs) durchgeführt – analog zu dem Ansatz des Project Management Institutes (PMI). Die Details werden noch ausgearbeitet.

Wenn Scrum zu eng wird

Heute Nachmittag halt ich auf der JAX in Mainz einen Vortrag zum Thema “Wenn Scrum zu eng wird – agil in größeren Projekten”. In dem Vortrag setze ich mich vor allem mit der Rolle des Product-Owners und des Requirements-Engineering in Scrum-Projekten auseinander und zwar mit Fokus auf solche Projekte, in denen aufgrund der Rahmenbedingungen hierzu besondere Herausforderungen entstehen. Beispielsweise wenn es mehrere Teams und mehrere Product-Owner gibt oder die Rolle des Product-Owners aus fachlichen Gründen nicht gescheit besetzt werden kann.
Ich stelle die Stärken von Scrum einigen bewährten Techniken gegenüber. Scrum ist ein einfaches Grundgerüst das viele Freiheiten läßt, beispielsweise wie Anforderungen vermittelt, geschätzt und ihre Realisierung geplant werden. Am Beispiel des Requirements-Engineerings zeige ich typische Widrigkeiten die in größeren Projekten entstehen können, die Scrum zwar handhabt, aber nicht immer in der effizientesten Weise. Eine konzeptionell integere RE-Methodik kann hier helfen.
Im Grunde tangiere ich damit auch Inhalte, die in unserem neuen Seminar POK – Product-Owner-Kompetenz  enthalten sind.