Aktivitäten des OEP nach Phasen gegliedert 
Aktivitäten der Vorbereitungsphase (Übersicht)
Aktivitäten der Entwurf-/Architekturphase (Startphase) (Übersicht)
Aktivitäten der Konstruktionsphase (Hauptphase) (Übersicht)
Aktivitäten der Einführungsphase (Übersicht)
Aktivitäten der Betriebsphase (Übersicht)
Legende und Erläuterung zu den Aktivitätsbeschreibungen
Aktivitäten werden im OEP grundsätzlich wie folgt beschrieben.
Eine Aktivität ist jeweils genau einem Entwicklungsprozeß zugeordnet (inhaltliche Gliederung, z.B. "Anforderungsanalyse") und kann in einer oder mehreren Phasen vorkommen. Jede Aktivität trägt einen Namen und benennt den verantwortlichen Akteur, weitere beteiligte Akteure und nennt zu erzielenden Ergebnisse.
Bei den beteiligten Akteuren wird meistens auch eine Anzahl genannt, z.B. "1" oder "1..*" sowie Hinweise darauf, in welcher Weise sie beteiligt sind (aktiv mitwirkend, beratend oder autorisierend).
Soweit sinnvoll wird eine Begründung und Motivation für die Aktivität genannt, mögliche Auslöser, Vorbedingungen und Voraussetzungen für die die Aktivität gestartet werden kann, beispielsweise benötigte und vorauszusetzende Unterlagen. Soweit vorhanden werden Gegenbedingungen aufgeführt, d.h. unter welchen Umständen die Aktivität ausgelassen werden sollte.
Die Aktivitäten werden unterschieden in
- Iterative Aktivitäten
Diese Aktivitäten werden in jeder Iteration oder zumindest mehreren Iterationen duchgeführt und produzieren in jeder Iteration ein Teilergebnis.
- Singuläre Aktivitäten
Hiermit sind solche Aktivitäten gemeint, die gewöhnlich nur einmalig und geschlossen durchzuführen sind.
- Periodische Aktivitäten
Diese Aktivitäten werden wie die iterativen mehrfach bzw. regelmäßig durchgeführt, dienen jedoch nicht der inkrementellen Weiterentwicklung von Ergebnissen, sondern meistens der Überprüfung oder Aktualisierung von Ergebnissen und Informationen. Der Wiederholungszyklus ist unabhängig von den Iterationen.
- Begleitende Aktivitäten
Diese Aktivitäten erzeugen keine direkt meßbaren oder planbaren Ergebnisse oder sind selbst nicht explizit planbar. Beispielsweise wird aus der Aktivität "Attribute identifizieren" kein direkter Arbeitsauftrag resultieren, sondern diese Tätigkeit begleitend und in Zusammenhang mit anderen Aktivitäten geleistet. Sie sind der Vollständigkeit halber und zur Festlegung von Verantwortlichkeiten und anderer Rahmenbedingungen aufgeführt.
- Exzeptionelle Aktivitäten
Hiermit werden Aktivitäten gekennzeichnet, deren Notwendigkeit, Auftreten oder Zeitpunkt kaum vorhersehbar sind, sondern an Ereignisse gekoppelt sind, die mit großer Wahrscheinlichkeit eintreten. Beispielsweise, wenn ein Fehler auftritt (Ereignis) und behoben werden muß (Aktivität).
Außerdem werden die Aktivitäten bezüglich ihrer Verbindlichkeit klassifiziert:
- obligatorische Aktivitäten (+)
müssen durchgeführt werden, wenn das Gesamtvorgehen nicht aus den Fugen geraten soll. Meistens sind Abhängigkeiten zu anderen Aktivitäten die Ursache hierfür.
- fakultative Aktivitäten (-)
sind nur unter bestimmten Umständen wichtig oder können ohne größeren Schaden ausgelassen werden.
- debitive Aktivitäten (o)
können ausgelassen werden, verursachen dann jedoch wahrscheinlich zusätzliche Kosten und Risiken (debitiv: "schuldend"). Sie werden also vor allem dann ausgelassen, wenn die zu erwarteten Zusatzkosten und -risiken im konkreten Fall vernachlässigbar oder vertretbar sind oder beispielsweise unter Inkaufnahme höherer Kosten und Risiken die Projektdauer minimiert werden soll.
OEP - Object Engineering Process, v3.0, 06.11.2006 11:03:01, Copyright © 2006 by oose Innovative Informatik GmbH