Auch die Harten kommen in den agilen Garten…
Seit vielen Jahren setzen sich agile Vorgehensweisen wie z.B. XP und Scrum immer weiter in der Softwareentwicklung durch. Unsere Projektmanagementstudie zeigt, dass selbst in wasserfallartig durchgeführten Projekten ausgewählte agile Methoden hohen Nutzen bringen. Doch die embedded Software- und Hardwareentwicklung, ganz zu schweigen von der Disziplin Systems Engineering, tut sich nach wie vor schwer, sich die agilen Vorzüge zu Nutze zu machen. Aber warum nur?
Machen nicht gerade die erhöhten Qualitätsansprüche an embedded Software und die damit einhergehenden Constraints wie z.B. Ressourcenknappheit, hohe Anforderungen an Sicherheit und Echtzeit und der oft gewünschte „first time right“ Ansatz es zwingend notwendig, die derzeitigen Entwicklungsmethoden zu überdenken?
Gibt es wirklich keine Möglichkeiten, Hardware iterativ und kostengünstig (weiter) zu entwickeln?
Ich denke da nur an meinen Kollegen Markus Klink, der vorgestern Abend auf seinem Abendvortrag seinen Makerbot vorgestellt hat. Zumindest für die mechanischen „Hardwerker“ eine Option.
Und Rapid Prototyping ist auch keine wirklich neue Erfindung. Ganz zu schweigen von Simulationen oder ausführbaren Modellen, deren Ergebnisse je nach Definition of Done den Projektfortschritt durchaus messbar machen können oder zum Einholen von Kundenfeedback geeignet sind.
Verbauen Sie sich nicht den Weg, sich auch mit den anderen agilen Ideen auseinanderzusetzen, sondern kombinieren Sie diese mit Ihren bewährten Methoden!
Wenn wir so früh genug wissen, dass unsere embedded Software tut was sie soll, haben wir ggf. noch genügend Zeit und Ruhe, uns um die Workarounds für die Hardware zu kümmern
Worauf warten Sie noch? Was sind Ihre Sorgen und Bedenken, wenn Sie über die Einführung agiler Vorgehensweisen in Ihren embedded Softwareprojekten nachdenken?

