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Original-Version von
Ivar Jacobson
Geleitwort von Ivar Jacobson
Wir können die Unified Modeling Language (UML)
genauso verwenden wie eine natürliche Sprache. Und wir können
sie auf unterschiedliche Art und Weise benutzen: gut, schlecht, eben
wie es auch bei natürlichen Sprachen der Fall ist. Mit
„schlecht“ meinen wir, dass diese Art der Anwendung zu
keiner guten Software führt. Unter „gut“ verstehen
wir, dass die Anwendung zum gewünschten Ergebnis beiträgt:
gute Software zu entwickeln.
Einige Leute verwenden eine Variante, die wir „UML-Slang“
nennen, für informelle Dinge. Beispielsweise, um ein Modell zur
Kommunikation mit Kollegen zu skizzieren oder um einfach ein paar
Notizen zu machen.
Andere kommunizieren mit einer Variante, die wir als UML-Dialekt
bezeichnen. Sie verwenden zwar eher informelle Ausdrücke, aber
pragmatisch und einfach in der Anwendung. Die meisten
Softwareentwickler können ihre Ideen mit dieser pragmatischen UML
umsetzen. Die Kommunikation ist nicht immer perfekt und manchmal
führt die Unschärfe der Modelle zu Missverständnissen.
Trotzdem funktioniert diese pragmatische Kommunikation im Großen
und Ganzen recht gut.
Es gibt auch Leute, die kennen jedes Detail der UML und der formalen Metamodelle.
Heutzutage ist es für jeden Softwareentwickler Pflicht, mit der
UML zu kommunizieren. Und das müssen sie auch gut können.
Denn UML zu lernen, ist eine Sache. Zu lernen, die Sprache effektiv zu
nutzen, eine andere. Die Sprache UML ist die Grundlage, aber es ist nur
der Anfang, um zu lernen, die Sprache effektiv anzuwenden, d.h. zu
lernen, wie man iterativ entwickelt, was Anwendungsfälle sind und
wie man sie modelliert, wie man anwendungsfallgetrieben entwickelt
(einschließlich testen), was architekturzentriertes Design und
Geschäftsprozessmodellierung ist, was User Experience Modeling
bedeutet usw. Ich könnte die Aufzählung beliebig
fortführen. Und man muss nicht nur lernen, wie man es macht,
sondern auch, wie man es richtig gut macht, um „gute“
Software zu entwickeln.
Dieses Buch adressiert das notwendige Grundwissen, nämlich die UML
als Sprache. Es geht nicht nur um das Lernen, sondern auch darum,
anderen zu zeigen, welches UML-Wissen man hat. Dieses Buch handelt von
der UML-Zertifizierung.
Das Buch bereitet Sie auf die OCUP (OMG Certified UML Professional)
Intermediate-Prüfung vor und zeigt Ihnen, Ihren Kollegen und Ihrem
Arbeitgeber, dass Sie den Wert der Modellierung erkannt haben, um
qualitative Software besser, schneller und billiger zu erstellen. Sie
haben den richtigen ersten Schritt unternommen. Bereiten Sie sich vor,
um zu zeigen, was Sie wissen. Dieses Buch ist der richtige Weg, um
dorthin zu gelangen.
Ivar Jacobson
Oktober 2004
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