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BPM Integration Days – eine kleine Nachbetrachtung

BPM Integration Days – eine kleine Nachbetrachtung

22. März 2013

BPM_KDZurückgekehrt von den diesjährigen BPM Integration Days, schwirren mir einige Fragen durch den Kopf. Mein Vortrag dort beschäftigte sich mit Enterprise Architecture Management (EAM), im speziellen TOGAF und dessen Kernelemente in Anwendung bei einem KMU. Außerdem ging es mir vor allem um die Einordnung von Business Process Management (BPM) im EAM-Umfeld. Für mich ist BPM eine Teildisziplin von EAM. EAM beschäftigt sich mit der Organisationsstruktur – also dem „Wer mit wem“ im Unternehmen, den Prozessen – also dem „Wie“ des Geschäfts und der Infrastruktur – dem „Womit“ der Ressourcen. BPM verwaltet also lediglich den Teilbereich der Prozesse und EAM blickt auf das gesamte Unternehmen und dessen Beeinflusser und Veränderungen von außen.

In vielen der anderen Vorträge und auch in der anschließenden Fishbowldiskussion zum Thema: „BPM – viel falsch gemacht“ wurde deutlich, dass viele Teilnehmer BPM als eine rein technische Disziplin sehen. Also: „Wie automatisiere ich die Abläufe meines Geschäfts?“. Die Vorträge drehten sich um Process Engines, IT-Architekturen für Prozessautomatisierung und das Trendthema Adaptive Case Management (ACM).

Es war viel Spannendes, Anregendes und Hilfreiches für Teilnehmer dabei, die in diesem Umfeld unterwegs sind. Gleichzeitig wundere ich mich darüber, dass die ehemals eher fachlich getriebene Disziplin „Geschäftsprozessmanagement“ zu einem so technischen Thema geworden ist. Woran liegt das? Wollten nicht ursprünglich viele Geschäftsführer und Manager BPM einführen, um Transparenz zu schaffen, ihr Unternehmen besser steuern und im optimalen Fall über Prozessauswertungen in Dashboards auf einen Blick sehen, was gut und schlecht läuft? Wieso wird Prozessmanagement plötzlich aus der IT heraus getrieben?

Ich behaupte, dass in der Vergangenheit so viele Einführungsprojekte von BPM gescheitert sind und sich die Unternehmen daher auf das konzentriert haben, was am ehesten funktioniert hat. Der Traum, sämtliche Unternehmensprozesse transparent darstellen zu können, ist daran gescheitert, dass Projekte hierzu viel zu zeit- und kostenintensiv endeten und zu wenig Ergebnisse lieferten. Allzu viele Prozessdokumentationen landeten in Ordnern in Schränken, waren nach kurzer Zeit wieder veraltet und die Vorteile von Prozessmanagementprojekten blieben zu lange unsichtbar. Automatisierungen brachten allerdings schnell bessere IT-Lösungen und sind somit immer noch ein positiv besetztes Thema im Rahmen des BPM.

Unser Ansatz für BPM und EAM ist eher iterativ und fasst Business und IT zusammen. Ich glaube, dass IT-Projekte, die sich der Automatisierung von Prozessen widmen, zu kurz gefasst sind, wenn sie nur den IT-Fokus setzen. Unternehmensstrategie, Ziele und geschäftliche Abläufe dürfen nicht außer Acht gelassen werden, wenn das Ziel neben der Automatisierung von Prozessen auch eine einheitliche und am Unternehmensbestreben ausgerichtete IT sein soll.

 

Ich freue mich auf eine angeregte Diskussion mit Ihnen in diesem Forum oder auf einem unserer nächsten Vorträge zum Thema Enterprise Architecture Management. Gerne zeigen wir Ihnen unseren methodischen und gleichzeitig leichten Ansatz auch in unserem neuen Seminar: „Pragmatisches Enterprise Architecture Management – IT-Architekturen erfolgreich an geschäftlichen Zielen ausrichten“

 

Nächste Vorträge:

„TOGAF in 45 Minuten – Enterprise Architecture Management agil und pragmatisch“ – Seacon, 16. Mai, Hamburg

„TOGAF in 90 Minuten“ – oose Innovative Informatik GmbH, Abendvortrag, 10. April, in unseren neuen Räumen im Schulterblatt in Hamburg

 

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