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Wie man den „Feind“ im eigenen Unternehmen am besten sabotiert

Neue Arbeitswelten

Wie man den „Feind“ im eigenen Unternehmen am besten sabotiert

22. August 2016

"Feind" im eigenen UnternVisual: Blogpost Wie man den ehmen am besten sabotiert

Vor einigen Wochen las ich einen Artikel auf Xing, in dem auf das Simple sabotage field manual von einem Vorläufer der CIA hingewiesen wurde. Dieses Handbuch leitete während des 2. Weltkriegs seine Spione im Feindesland zur „unauffälligen Alltagssabotage“ an. Leider musste ich jedoch feststellen, dass viele der Sabotageakte an gängiges Verhalten in deutschen Unternehmen erinnert.

Hier einige Auszüge:

  • Organisationen und Konferenzen:

  1. Bestehen Sie darauf, alles streng nach Vorschrift zu erledigen. Lassen Sie niemals den kurzen Dienstweg zu, um Entscheidungen zu beschleunigen
  2. Halten Sie Monologe. Sprechen Sie so oft und so lang wie möglich. Schmücken Sie Ihre Beiträge mit langen Anekdoten und persönlichen Erfahrungen aus. Streuen Sie einige „patriotische“ Anmerkungen ein.
  3. Falls möglich, veranlassen Sie, dass Sachfragen für „weitere Untersuchungen und Diskussionen“ an Ausschüsse weitergeleitet werden. Versuchen Sie die Ausschüsse so üppig wie möglich zu besetzen – niemals weniger als fünf Mitglieder.
  4. Bringen Sie unwichtige Themen so oft es irgend geht zur Sprache.
  5. Kommen Sie nochmal zurück auf Beschlüsse der vergangenen Sitzungen und versuchen Sie die Frage zu erörtern, ob es ratsamBlog war diese Entscheidungen zu fällen.
  • Führungskräfte und Vorgesetze:

  1. Verlangen Sie Aufträge und Anweisungen ausschließlich in schriftlicher Form.
  2. Missverstehen Sie Aufträge. Stellen Sie endlose Fragen, oder lassen Sie sich auf lange Schriftwechsel über Anweisungen ein. Streiten Sie sich darüber, wo Sie können.
  3. Wenn Sie Aufgaben verteilen, tun Sie das immer zuerst für die unwichtigen Jobs. Achten Sie darauf, dass die wichtigen Aufträge in die Hände unfähiger Arbeiter an schlechten Maschinen geraten.
  4. Bestehen Sie auf perfekte Arbeit bei relativ unwichtigen Produkten, und schicken Sie sie bei kleinsten Fehlern zur Nachbearbeitung zurück.
  5. Wenn Sie neue Arbeitskräfte anlernen, geben Sie unvollständige oder irreführende Anweisungen.
  6. Untergraben Sie die Arbeitsmoral, und behindern Sie die Produktion: Seien Sie freundlich zu ineffizienten Mitarbeitern; befördern Sie diese unverdient. Benachteiligen Sie dagegen effiziente Kollegen; beschweren Sie sich ohne Anlass über deren Arbeit.
  7. Halten Sie Besprechungen am besten dann ab, wenn es Wichtigeres zu tun gibt.
  8. Sorgen Sie für mehr Bürokratie. Legen Sie Zweitschriften und Ordner für Kopien an.
  9. Komplizieren Sie die Abläufe und Genehmigungswege, die für das Ausstellen von Anweisungen, Schecks, usw. nötig sind. Sorgen Sie dafür, dass es, wo eine Person zur Genehmigung genügen würde, drei sind.
  10. Übernehmen Sie alle Vorschriften buchstabengetreu.

 

Nun lässt sich darüber schmunzeln, welche Akte offensichtlich gut dazu geeignet sind, den Alltag fleißiger Kollegen zu verschlimmern, Innovationen vollständig zu verhindern und Effizienz im Keim zu ersticken.

Sollten Sie allerdings einige der Praktiken aus Ihrem eigenen Umfeld wiedererkennen, könnte es hilfreich sein, einen kritischen Blick auf diese Sabotageakte aus dem eigenen Haus zu werfen. Beginnen können Sie dies in unserem Konferenz-Track (Koferenz: solutions.hamburg, Donnerstag, 08. Septermber 2016) Miteinander Arbeiten im Digitalzeitalter oder in einem unserer Seminare, welche Sie auf den Weg in neue Arbeitswelten begleiten: https://www.oose.de/themen/neue-arbeitswelten/.


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