Aktivität

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Geschäftsprozessmodellierung

A-241 Workshop: Geschäftsanwendungsfälle der aktiven Geschäftspartner identifizieren

Die Geschäftsanwendungsfälle der aktiven Geschäftspartner werden identifiziert und kurz beschrieben. Anschließend werden sie klassifiziert und beschrieben.

Aktivität muss durchgeführt werden in Vorbereitungsphase (Singuläre Aktivität)
Aktivität muss durchgeführt werden in Entwurf-/Architekturphase (Startphase) (Singuläre Aktivität) (falls nicht in Vorbereitungsphase geschehen.)


Der Workshop wird mit allen wichtigen Anforderungsbeitragenden innerhalb eines Tages durchgeführt. Er wird von einer Systemanalytikerin moderiert. Die einzelnen Aktivitäten werden in festgelegten Timeboxen durchgeführt. Ziel des Workshop ist es, kurze prägnante Ergebnisse zu erzielen. Langatmige und Zeit raubenden Detaildiskussionen sind zu vermeiden. Die Moderatorin ist für die Vorgehensweise und für die ergebnisorientierte Durchführung verantwortlich.

Geschäftsanwendungsfälle der aktiven Geschäftspartner identifizieren
Ein Geschäftsanwendungsfall beschreibt einen geschäftlichen Ablauf, wird ausgelöst durch ein geschäftliches Ereignis und endet mit einem Ergebnis, das für den Unternehmenszweck und die Gewinnerzielungsabsicht direkt oder indirekt einen geschäftlichen Wert darstellt.

Um die wichtigsten Geschäftsanwendungsfälle zu finden, versetzen wir uns der Reihe nach in die Position der bisher bekannten aktiven Geschäftspartner und überlegen uns, welche Anwendungsfälle aus deren Sicht existieren. Noch besser wäre eine Befragung echter aktiver Geschäftspartner, falls dies möglich ist. Pro identifiziertem aktivem Geschäftspartner erstellen wir eine Liste der wichtigsten Geschäftsanwendungsfälle.

Dabei helfen folgende Leitfragen und -phrasen:

Die Namen von Anwendungsfällen sollten möglichst immer aus einer einfachen Kombination von Substantiv und aktivem Verb bestehen. "Dem Käufer wird ein Kfz verkauft" wird beispielsweise umgeformt in "Kfz verkaufen". Pro Geschäftspartner wird eine Liste mit möglichen Geschäftsanwendungsfällen erstellt.

Geschäftsanwendungsfälle in Kern-Geschäftsanwendungsfälle und unterstützende Geschäftsanwendungsfälle klassifizieren
Ein Kern-Geschäftsanwendungsfall beschreibt einen geschäftlichen Ablauf, der von einem aktiven Geschäftspartner ausgelöst wird, ein Ergebnis von geschäftlichem Wert für mindestens einen aktiven Geschäftspartner erzeugt und direkt mit dem Unternehmenszweck und einer Gewinnerzielungsabsicht zusammenhängt.

Ein unterstützender Geschäftsanwendungsfall beschreibt einen geschäftlichen Ablauf, der für den Unternehmenszweck und die Gewinnerzielungsabsicht keinen oder nur indirekt einen Wert darstellt.

Nachdem wir die Geschäftsanwendungsfälle der aktiven Geschäftspartner identifiziert haben, klassifizieren wir die gefundenen Geschäftsanwendungsfälle in Kern-Geschäftsanwendungsfälle und unterstützende Geschäftsanwendungsfälle.

Mit den Kern-Geschäftsanwendungsfällen wird gewöhnlich direkt eine Gewinnerzielungsabsicht verfolgt. Als unterstützende Geschäftsanwendungsfälle werden solche bezeichnet, die nur der Unterstützung der Kern-Geschäftsanwendungsfälle und lediglich indirekt dem Unternehmenszweck dienen. Der Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen ist gewöhnlich ein Kern-Geschäftsanwendungsfall, während beispielsweise die Finanzbuchhaltung oder der Wareneinkauf unterstützende Geschäftsanwendungsfälle darstellen.

Wir gehen also die Liste der gefundenen Geschäftsanwendungsfälle durch und entscheiden für jeden einzelnen, ob es sich um einen Kern- oder unterstützenden Geschäftsanwendungsfall handelt. Hierbei gilt die Regel: Im Zweifelsfall, also wenn die Entscheidung nicht unmittelbar eindeutig zu treffen ist, ist es ein unterstützender Geschäftsanwendungsfall.

Leitfragen für Kern-Geschäftsanwendungsfälle:
Die Liste der identifizierten Geschäftsanwendungsfälle wird erweitert um den Vermerk, um welchen Geschäftsanwendungsfalltyp es sich handelt.

Geschäftsanwendungsfälle beschreiben
Jeder Geschäftsanwendungsfall wird mit Name, Auslöser, Ergebnis, Akteur und Kurzbeschreibung dokumentiert.

Da typischerweise bereits in der Aktivität Aktive Geschäftspartner identifizieren zusammen mit den aktiven Geschäftspartnern auch deren wichtigste Anwendungsfälle gefunden werden, ist es möglich, die beiden Aktivitäten zusammenzufassen.


Begründung:

Auslöser:

Vorbedingung:

Die aktiven Geschäftspartner müssen identifiziert sein.

Unterlagen:

E-150 Liste der Anforderungsbeitragenden
E-156 Liste mit aktiven Geschäftspartnern

Gegenbedingung:

Ergebnisse:

E-165 Geschäftsanwendungsfallbeschreibung [*]
E-168 Workshop-Protokoll

Besond. Hilfsmittel:


Foto/Kamera
Textverarbeitung
Wiki

Verantwortlicher:

projektintern.SystemanalytikerIn

Beteiligte:

projektintern.Fachexperte

Nachfolg. [Beding.]:

A-242 Unterstützende Geschäftsanwendungsfälle identifizieren

OEP - Object Engineering Process, v3.0, 06.11.2006 11:04:30, Copyright © 2006 by oose Innovative Informatik eG