Aktivität

[Eigene Ergänzungen/Erfahrungen bearbeiten]

Geschäftsprozessmodellierung

A-273 Geschäftsanwendungsfallmodell erstellen

Die Geschäftsanwendungsfälle werden in einem Ablaufmodell dargestellt.

Aktivität muss nicht durchgeführt werden in Entwurf-/Architekturphase (Startphase) (Iterative Aktivität)
Aktivität muss nicht durchgeführt werden in Konstruktionsphase (Hauptphase) (Iterative Aktivität)


Die bisher ermittelten und beschriebenen Geschäftsanwendungsfälle wurden mit einer entsprechenden Schablone in natürlicher Sprache sowie deren Abläufe jeweils als ein UML-Aktivitätsmodell beschrieben. Zwischen den Geschäftsanwendungsfällen bestehen jedoch teilweise Abhängigkeiten und Gemeinsamkeiten, die nun systematisch erschlossen werden sollen. Die dabei erkannten Beziehungen zwischen den verschiedenen Geschäftsanwendungsfällen werden mit einem Anwendungsfalldiagramm dargestellt.

Stelle die vorhandenen Geschäftsanwendungsfälle als Anwendungsfallmodell dar. Anwendungsfälle werden in der UML grafisch durch Ellipsen repräsentiert, zwischen denen es verschiedene Beziehungen geben kann, insbesondere Enthält-Beziehungen («include»). In einem Schritt werden alle Geschäftsanwendungsfälle als einfache Ellipsen in einem Anwendungsfalldiagramm dargestellt. Da abgesehen von trivialen Aufgaben als Ergebnis der Geschäftsprozessmodellierung mehr Anwendungsfälle entstehen, als sich übersichtlich in einem Diagramm auf einer Seite darstellen lassen, ist es zweckmäßig, die Anwendungfälle zu gruppieren und auf verschiedene Diagramme aufzuteilen. Die UML enthält zur Gruppierung von Modellierungselementen so genannte Pakete.

Die Gruppen respektive Pakete liegen bereits vor, es handelt sich hierbei um die Geschäftsprozesse. Geschäftsprozesse werden repräsentiert durch eine Menge von Geschäftsanwendungsfällen. Zu jedem Geschäftsprozess wird jeweils ein Anwendungsfalldiagramm gezeichnet.

Identifiziere und beschreibe die involvierten Geschäftsmitarbeiter.
In der Aktivität Geschäftsmitarbeiter identifizieren und Akteurmodell entwickeln wurden bereits Geschäftsmitarbeiter identifiziert. Diese können auch hier in den Geschäftsanwendungsfall-Modellen berücksichtigt werden, um so die fachlichen und organisatorischen Zusammenhänge besser zu verdeutlichen.

Löse Redundanzen in den Geschäftsanwendungsfällen auf.
Bei der Vielzahl von Geschäftsanwendungsfällen, die während der Modellierung entstehen, entstehen bedingt durch das systematische Vorgehen teilweise Redundanzen, d.h., bestimmte Schritte in den Abläufen werden doppelt oder mehrfach beschrieben. Beispielsweise wird ein Schritt wie "Kunde identifizieren" üblicherweise mehrfach vorkommen. Solche Mehrfachbeschreibungen führen früher oder später zu Problemen, da bei Änderungen und Weiterentwicklungen möglicherweise nicht alle betroffenen Stellen gepflegt werden und dadurch inkonsistente Beschreibungen entstehen.

Abhängigkeiten zwischen Geschäftsprozessen minimieren
Unsere Geschäftsanwendungsfälle sind zu Geschäftsprozessen zusammengefasst, die modelltechnisch durch entsprechende Pakete repräsentiert werden. Nachdem nun Gemeinsamkeiten dieser Geschäftsanwendungsfälle in Form von sekundären Geschäftsanwendungsfällen herausgelöst wurden, stellt sich die Frage, in welches Paket bzw. in welchen Geschäftsprozess diese sekundären Geschäftsanwendungsfälle unterzubringen sind. Wenn ein Geschäftsanwendungsfall einen sekundären Geschäftsanwendungsfall eines anderen Geschäftsprozesses verwendet, dann entsteht eine Abhängigkeit zwischen den Geschäftsprozessen.

Für die Paketzuordnung gelten folgende Regeln:
  • Ein sekundärer Geschäftsanwendungsfall, der nur von Geschäftsanwendungsfällen eines Geschäftsprozesses verwendet wird, gehört in genau diesen Geschäftsprozess.
  • Wenn durch die Verwendung von sekundären Geschäftsanwendungsfällen zyklische Abhängigkeiten zwischen Geschäftsprozessen entstehen, ist zu prüfen, ob die abhängigkeitsauslösenden sekundären Geschäftsanwendungsfälle in einen anderen Geschäftsprozess verschoben werden können, so dass nur noch eine einseitige Abhängigkeit übrig bleibt.
  • Wenn sich zyklische Abhängigkeiten nicht durch eine solche Verschiebung auflösen lassen, sollte ggf. ein neues Paket mit dem Namen "Sekundäre Geschäftsanwendungsfälle" eröffnet werden, in dem alle zyklenauslösenden sekundären Geschäftsanwendungsfälle gesammelt werden.
  • Bei einer Vielzahl sekundärer Geschäftsanwendungsfälle in dem neu eingerichteten Paket können diese wieder zu fachlichen Gruppen, d.h. zu entsprechenden Unterpaketen zusammengefasst werden. Bei näherer Betrachtung der zur Vermeidung zyklischer Abhängigkeiten zusätzlich eingerichteten Pakete ergeben sich somit unter Umständen so genannte Querschnittsprozesse, beispielsweise Materialbeschaffung, Buchhaltung o.Ä.


    Begründung:

    Auslöser:

    Vorbedingung:

    Unterlagen:

    E-165 Geschäftsanwendungsfallbeschreibung
    E-38 Ablauf-/Aktivitätsdiagramm

    Gegenbedingung:

    Ergebnisse:

    E-178 Anwendungsfallmodell

    Besond. Hilfsmittel:


    UML-Modellierungswerkzeug

    Verantwortlicher:

    projektintern.SystemanalytikerIn

    Beteiligte:

    projektintern.Fachexperte

    Nachfolg. [Beding.]:

    A-276 Systemanwendungsfälle ableiten und identifizieren

    OEP - Object Engineering Process, v3.0, 06.11.2006 11:04:32, Copyright © 2006 by oose Innovative Informatik eG