Aktivität

[Eigene Ergänzungen/Erfahrungen bearbeiten]

Iterations-, Prozess- und Änderungsmanagement

A-297 Arbeitsauftrags-Planungskorrektur

Die Ergebnisse aus den Arbeitsauftragsreviews werden systematisch ausgewertet und die Planung, d.h. die Arbeitsaufträge für die folgenden Iterationen, wird entsprechend korrigiert bzw. überarbeitet.

Aktivität muss durchgeführt werden in Vorbereitungsphase (Iterative Aktivität)
Aktivität muss durchgeführt werden in Entwurf-/Architekturphase (Startphase) (Iterative Aktivität)
Aktivität muss durchgeführt werden in Konstruktionsphase (Hauptphase) (Iterative Aktivität)
Aktivität muss durchgeführt werden in Einführungsphase (Iterative Aktivität)


Innerhalb der laufenden Iteration hat die Projektleitung bereits die Arbeitsaufträge der nächsten Iteration geplant und vorbereitet. Die am Ende der Iteration abgeschlossenen Reviews führen jedoch zu zahlreichen Erkenntnissen, die eine Anpassung der Planung notwendig oder sinnvoll werden lassen. Die geplanten Arbeitsaufträge sind daher nochmal zu korrigieren.

Um den Korrekturaufwand zu minimieren, ist es zweckmäßig, wenn bei der Vorbereitung und Planung der Arbeitsaufträge nicht die geplanten Ergebnisse der laufenden Iteration als Basis genommen werden, sondern die zu erwartenden Ergebnisse. Die erwartete Realität ist also Planungsbasis.

Bei der Vorbereitung der Arbeitsaufträge für die Folgeiteration sollten also, soweit möglich und vorhersehbar, die tatsächlichen Ergebnisse vorweggenommen werden, also erwartet werden, dass nicht alle Arbeitsaufträge vollständig erreicht werden. Dazu ist es hilfreich, wenn die Projektleitung die betroffenen (auftragsausführenden) Mitarbeiter angemessen in die Planung einbezieht bzw. die Planung gemeinsam stattfindet.

Trotz aller Voraussicht wird jedoch ein gewisser Anpassungsbedarf nach Abschluss der Reviews übrig bleiben. Dieser ist nun zu leisten. Die aus den Reviews resultierenden Erkenntnisse müssen nun in kürzester Zeit (ca. 2 - 3 Tage) in die Planung einfließen, d.h., die Arbeitsaufträge und Iterationsziele sind anzupassen. Anschließend kann die nächste Iteration beginnen.

Die Projektleitung steht hier unter besonderem Druck. Wenn sie diese Planungskorrektur nicht in der vorgesehenen Zeit leisten kann und dann dem Projektteam mitteilen muss: "Sorry, wir haben die Arbeitsaufträge nicht fertig bekommen, die Iteration fängt deswegen 2 Tage später an", wird das Timeboxing nicht funktionieren. Die Glaubwürdigkeit der Projektleitung ist hier von besonderer Bedeutung. Wenn die Projektleitung signalisiert, dass sie sich nicht an die Termine einer Timebox gebunden fühlt, warum sollte sich dann irgendein anderes Projektmitglied daran halten?

Planen Sie als Projektleitung also ausreichend Zeit ein, besonders wenn Sie mit dem iterativen Vorgehen noch nicht so geübt sind.


Begründung:

Auslöser:

Vorbedingung:

Unterlagen:

E-181 Arbeitsauftrags-Statusbericht
E-5 Arbeitsauftrag
E-83 Softwareentwicklungsplan

Gegenbedingung:

Ergebnisse:

E-5 Arbeitsauftrag

Besond. Hilfsmittel:


Aufgabendatenbank
Karteikarten
Textverarbeitung
Wiki

Verantwortlicher:

projektintern.Gesamtprojektleitung

Beteiligte:

projektintern.Fachliche Projektleitung
projektintern.Technische Projektleitung
projektintern.Alle Projektmitglieder
projektintern.Alle Projektmitglieder

Nachfolg. [Beding.]:

A-12 Gesamtplanung (Makroplan) erstellen bzw. aktualisieren [nur soweit sich direkte Auswirkungen auf den Makroplan ergeben]
A-16 Iterationen und Builds planen [nur soweit sich direkte Auswirkungen auf den Makroplan ergeben]
A-46 Arbeitsaufträge für Iteration i+1 erstellen [nur soweit sich direkte Auswirkungen ergeben]
A-294 Arbeitsaufträge für Iteration i+2 erstellen [nur soweit sich direkte Auswirkungen ergeben]

OEP - Object Engineering Process, v3.0, 06.11.2006 11:05:02, Copyright © 2006 by oose Innovative Informatik eG