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Systemerstellung.Subsysteme

A-215 Sequenzdiagramm entwickeln

Entwickle für Systemanwendungsfälle mit besonderen Realisierungsrisiken (technisch oder fachlich) ein Sequenzdiagramm, das den Standardablauf (Gutfall) darstellt, um die notwendige Zusammenarbeit der daran beteiligten Klassen und Komponenten zu erkennen.

Aktivität sollte durchgeführt werden in Entwurf-/Architekturphase (Startphase) (Iterative Aktivität) (bedarfsweise)
Aktivität sollte durchgeführt werden in Konstruktionsphase (Hauptphase) (Iterative Aktivität) (bedarfsweise)


Sequenzdiagramme illustrieren und detaillieren ausgewählte, d.h. zeitlich und klassenmäßig begrenzte Situationen. Sie ergeben sich unter anderem aus den Stimuli an der Systemgrenze (z. B. Dialogschicht). Jede Schaltfläche löst ein Ereignis aus, zu dem in einem Sequenzdiagramm die Verarbeitung beschrieben werden kann. Ähnliches gilt für das Erzeugen, Löschen und Ändern von Objekten oder Assoziationen.

Eine weitere Möglichkeit, die Kommunikation der bisher bekannten Objekte und Komponenten im Zusammenhang mit einem Anwendungsfall zu untersuchen, ist es also, Sequenzdiagramme zu entwickeln.

Dabei nimmt man zunächst die beteiligten Objekte und notiert die vorhandenen Assoziationen bzw. Kommunikationswege. Anschließend werden die Nachrichten, die sich die Objekte zur Erledigung ihrer Aufgabe gegenseitig zusenden, auf den Assoziationslinien aufgetragen. Inhaltlich folgt die Kommunikation einem konkreten Szenario, also beispielsweise dem Standardablauf des Anwendungsfalles. Gegebenenfalls werden für weitere wichtige Ablaufvarianten weitere Diagramme erstellt. Die Nachrichten werden entsprechend ihrer zeitlichen Abfolge durchnumeriert.

Da der zu untersuchende Ablauf nur ein zeitlicher und inhaltlicher Ausschnitt ist, ist es hilfreich, einen externen Akteur zu definieren, der die Kommunikation anstößt.

Der im Sequenzdiagramm in dieser Art entwickelte Ablauf zeigt nur eine von vielen Ablaufmöglichkeiten, denn Sequenzdiagramme sind nicht geeignet, um vollständig alle Abläufe zu repräsentieren - es sei denn, man würde für jede Variante ein eigenes Diagramm erstellen. Da dabei jedoch häufig eine kombinatorische Explosion von Möglichkeiten auftritt, ist dies unrealistisch. Deshalb beschränkt man sich auf 1-3 typische Varianten (den Erfolgsfall und die wichtigsten Ausnahmen/Varianten).

Auch wenn mit dieser Technik nicht alle Details durchdrungen werden können, so ist diese 80-Prozent-Lösung dennoch ausreichend. Mit der Untersuchung des Standardfalles und einiger wichtiger Ausnahmen entsteht ein ganz wesentlicher Erkenntnisgewinn. Viele bisher noch unbekannte Operationen und auch einige neue Objekte werden entdeckt bzw. im Zuge der Diagrammerstellung erfunden.

Statt Sequenzdiagrammen können ggf. auch andere Arten von Interaktionsdiagrammen, bspw. Kommunikationsdigramme, verwendet werden.


Begründung:

Auslöser:

Vorbedingung:

Unterlagen:

E-6 Systemanwendungsfallbeschreibung [essenziell]

Gegenbedingung:

Ergebnisse:

E-169 Sequenzdiagramm

Besond. Hilfsmittel:


UML-Modellierungswerkzeug

Verantwortlicher:

projektintern.SystemanalytikerIn

Beteiligte:

projektintern.AnwendungsentwicklerIn

Nachfolg. [Beding.]:

OEP - Object Engineering Process, v3.0, 06.11.2006 11:04:45, Copyright © 2006 by oose Innovative Informatik eG