Aktivität

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Anforderungsanalyse

A-207 Exploratives Schnittstellen-Prototyping

Entwickle zu jeder identifizierten Schnittstelle, vor allem zu Dialogschnittstellen, einen explorativen Prototypen zur Abstimmung mit den Anforderungsgebern.

Aktivität sollte durchgeführt werden in Entwurf-/Architekturphase (Startphase) (Iterative Aktivität)
Aktivität sollte durchgeführt werden in Konstruktionsphase (Hauptphase) (Iterative Aktivität)


Explorative Prototypen sind in den meisten Fällen Sequenzen von Dialogentwürfen , die die zuvor angelegten Anwendungsfälle illustrieren. In den Anwendungsfällen werden die konkreten Handlungen der AnwenderInnen einschließlich eventueller Ausnahmen und Sonderfälle beschrieben.

Exploratives, d.h. erforschendes Prototyping dient der Analyse. Es ist ein Medium, um mit den späteren AnwenderInnen über das geplante Anwendungssystem zu kommunizieren. Häufig handelt es sich bei den explorativen Prototypen um Dialogentwürfe. Es können aber auch Auswertungen, Druckmuster, Formularentwürfe, Simulationen oder Berechnungsvorschriften sein. Letztgenannte können beispielsweise als Tabellenkalkulation realisiert und gemeinsam mit den Fachleuten aus dem Anwendungsbereich überprüft werden.

Explorative Dialogprototypen vermitteln Anwendern und Fachabteilung sehr konkret wichtige Aspekte des zukünftigen Systems. Je nach Abstraktions- und Vorstellungsvermögen der Anwender und ihren Erfahrungen mit Softwaresystemen kann es vorkommen, dass auf die vorgelegten Dialogentwürfe auch sehr konkret reagiert wird, beispielsweise in der Form: "Das Feld muss aber weiter nach oben und dieses hier ist viel zu klein". Sie als Systemanalytiker sind jedoch froh, gerade die Dialoge identifiziert zu haben, und wollen solche Details vielleicht noch nicht hören.

Die gewonnenen Informationen über den Anwendungsbereich dienen dem Entwicklungsteam als Basis zum Entwurf von Dialogfolgen. Die Dialogentwürfe werden somit Teile der Anwendungsfälle, da sämtliche in den Anwendungsfällen beschriebene Abläufe von dem zu entwickelnden Anwendungssystem unterstützt werden sollen. Alle in den Anwendungsfällen beschriebenen Situationen können mit den späteren AnwenderInnen Dialog für Dialog durchgespielt werden und liefern in der Regel zahlreiche weitere Erkenntnisse und Fragen.

Alle Fragen, Einwände, Vorschläge, Ideen usw., die von den AnwenderInnen geäußert und nicht unmittelbar geklärt werden können, müssen protokolliert und anschließend ausgewertet werden.

Prototyping-Workshops sollten gut vorbereitet stattfinden: Bevor die Dialogentwürfe mit den AnwenderInnen durchgesprochen werden, sollten sie innerhalb des Entwicklungsteams diskutiert werden, um bereits mit einer möglichst ausgereiften Fassung in den Anwender-Workshop zu gehen. Es reicht gewöhnlich nicht, die gefundenen Attribute in das Dialogfenster zu bringen und drei Schaltflächen (Speichern, Abbrechen, Hilfe) hinzuzufügen. Die Dialoge können nicht als Einzelteile betrachtet, sondern müssen als Teil eines Szenarios, eines Vorgangs begriffen werden. Der Vorgang insgesamt muss praktikabel und für die AnwenderInnen sinnvoll sein.


Begründung:

Auslöser:

Vorbedingung:

Unterlagen:

Gegenbedingung:

Ergebnisse:

Besond. Hilfsmittel:


Verantwortlicher:

projektintern.DialogentwicklerIn

Beteiligte:

projektextern.AnwenderIn
projektintern.SystemanalytikerIn

Nachfolg. [Beding.]:

OEP - Object Engineering Process, v3.0, 06.11.2006 11:04:35, Copyright © 2006 by oose Innovative Informatik eG