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Warum sich das Management nicht für agile Softwareentwicklung interessieren sollte – aber für Agilität, Manage Agile 2012, Berlin

Ein Vortrag von Dr. Marcus Winteroll

Das Ziel eines Unternehmens sollte nicht darin bestehen, Software zu entwickeln, sondern darin, etwas zu liefern, was seinen Kunden weiterhilft. Mal abgesehen von IT-Unternehmen ist das in den seltensten Fällen einfach Software. Damit soll nicht die Bedeutung von Software für zahllose Produkte und Dienstleistungen geleugnet werden, aber sie ist in der Regel nur Mittel zum Zweck. Und sich um diesen Zweck zu kümmern, ist Aufgabe des Managements: Was sind die Anliegen des Kunden? Was sind seine Probleme? Erst wenn diese Fragen beantwortet wurden, kann sich das Management Gedanken machen, wie eine intelligente Lösung aussieht. Und dann kommen häufig auch IT-Systeme ins Spiel – nicht als alleinige Lösung, sondern meist nur als ein Baustein davon.

Nun hat gerade die agile Softwareentwicklung den Anspruch, den Kunden und die Softwareentwicklung näher zusammenzubringen und die Kundenwünsche zum Maßstab der Entwicklung zu machen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, hat sie eine ganze Reihe von leistungsfähigen Methoden und Techniken hervorgebracht, die auf enger Zusammenarbeit aller Beteiligen und laufenden Rückmeldungen auf allen Ebenen basieren.

Und hier liegt die Chance für das Management: sich dieser inzwischen gut entwickelten und erprobten Methoden zu bedienen, um gemeinsam mit den wichtigsten Stakeholdern die Kunden besser zu verstehen und leistungsfähige Lösungen zu entwickeln. Der Einsatz der agilen Techniken sollte aber nicht die Entwicklung von Software zum Ziel haben, sondern leistungsfähige Geschäftsprozesse und Produkte zu gestalten – im Sinne des Kunden. Software zu entwickeln, ist dabei nur eine Aufgabe unter vielen.

In dem Vortrag wird gezeigt, wie sinnvolle agile Projekte aus Managementsicht aussehen könnten, welche Ziele damit zu erreichen sind und welche agilen Techniken hierbei unterstützen.