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Systems Engineering

INCOSE International Workshop — oose-Mitglied und INCOSE Deputy Technical Director David Endler berichtet vor Ort

1. Februar 2017

Incose international Workshop 2017Der erste Tag des INCOSE International Workshop (IW) beginnt klassischerweise mit dem Opening Plenary, in dem es viele Informationen über aktuelle Entwicklungen gibt. Zudem werden im Rahmen des Opening Plenary die neuen Mitglieder des Board of Directors vereidigt. Dieses Jahr war es für mich etwas Besonderes, da ich für die nächsten zwei Jahre die Rolle des Deputy Technical Director füllen darf, um dann zum IW 2019 die Rolle des Technical Director zu übernehmen.

Dieses Jahr fand zum ersten Mal eine Welcome Session für die First-Time Attendees statt. Hierfür wurden sog. „Veterans“ gebeten, den Einsteigern Fragen zu beantworten und sie mit anderen Systems Engineers in Kontakt zu bringen. Dies wurde extrem positiv angenommen und ist wirklich großartig, da die Veterans allesamt hochbekleidete Systems Engineers waren, von ehemaligen INCOSE Präsidenten über ehemalige Technical Directors bis hin zu weltweit führenden Experten in MBSE.

Diese Offenheit ist der für mich ausschlaggebende Punkt, warum der IW so ungemein wertvoll ist. Es sind auf allen Gebieten des Systems Engineering DIE Experten vor Ort und sie sind gerne bereit, ihr Wissen zu teilen und beantworten bereitwillig Fragen – die optimale Gelegenheit, Wissen und Netzwerk zu erweitern.

Wie heute auch, werden die nächsten Tage mit Sicherheit sehr intensiv, alle wollen so viel wie möglich aus den paar Tagen mitnehmen, bevor man in den nächsten Wochen und Monaten wieder auf Telefonkonferenzen angewiesen ist.

Auch am zweiten Tag des INCOSE International Workshop (IW) stand das Netzwerken im Vordergrund. Als ich vor einigen Jahren einen sehr erfahrenen Systems Engineer um Buchempfehlungen bat, wurden mir drei Werke ans Herz gelegt. Auf dem INCOSE IW saß ich heute in einer Diskussionsrunde ganz unverhofft neben Charles Wasson, dem Autor eines dieser drei Bücher. Es ist jedes Mal wieder faszinierend, wenn solch erfahrene Systems Engineers bereitwillig ihr Wissen teilen und bereit sind, neue Ideen aufzunehmen und wertzuschätzen.

Ebenso beruhigend ist es zu sehen, dass auch andere Systems Engineers der Versuchung erliegen können, einen strukturierten Ansatz zur Lösung eines Problems zu verfolgen. Obwohl wir als Systems Engineers es besser wissen müssten, heißt das noch lange nicht, dass wir die Prinzipien und Methoden des Systems Engineering immer konsequent anwenden. So kann es passieren, dass Gruppen statt sich über die übergeordneten Fragestellungen klarzuwerden, gleich auf Detaillösungen stürzen. Der große Unterschied zu anderen Umgebungen ist dann aber der, dass in den allermeisten Fällen andere erfahrene Systems Engineers anwesend sind, die die Diskussion wieder auf die richtige Spur bringen. In diesem Sinne bin ich froh, Mike Celentano, den neuen INCOSE Technical Director, dabei zu unterstützen, mehr Systems Engineering auf die Tätigkeiten innerhalb von INCOSE anzuwenden.

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