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„Keiner hat mich lieb.“ (Null Wertschätzung fürs Deployment Diagramm?)

„Keiner hat mich lieb.“ (Null Wertschätzung fürs Deployment Diagramm?)

16. Oktober 2011

Da sitzen sie im Stuhlkreis, die 14 Diagrammarten der UML im Workshop „Mehr Empathie in der Modellierung“. Und da bricht es aus ihm heraus: „Keiner hat mich lieb. Ich will gesehen werden.“ Kann einem schon Leid tun, das Deployment Diagramm.

Gerade bastle ich bei meinem Buch über Architekturdokumentation am Unterkapitel zur Verteilungssicht. Ich habe 4 UML-Bücher auf dem Schreibtisch, und in wirklich jedem werden Deployment Diagramme absolut stiefmütterlich behandelt (auch in denen von meinen Kollegen übrigens). Sie wissen nicht, was ein Deployment Diagramm (deutsch Verteilungs- oder Einsatzdiagramm) ist? Genau das meine ich!

Sieht ungefähr so aus:

deploymentDiagramBlog

In einem der 4 Bücher vermutete ich einen Fehler. Um es nachzuprüfen habe ich in die Spezifikation geguckt, und siehe da: gleiches Bild. Viel Raum nimmt es auch dort nicht ein. Zwingende Beispiele Fehlanzeige. Armes Teil.

Liegt wohl daran, dass UML doch eher für die Entwickler gedacht war. Früher haben Entwickler ja an den Betrieb immer als letztes gedacht („OK läuft, und wie kriegen wir das jetzt in Produktion? Wer ruft an? Wir losen!“). Trends wie Cloud Computing und DevOps überwinden alte Vorbehalte und versöhnen die Lager ein wenig.

Was mach ich denn jetzt mit dem verheulten Deployment Diagram? Soll ich es in meinem Buch mal anders machen? Dem Diagramm Raum geben und zeigen, was es tolles kann? Zum Beispiel: Zeigen, wie aus abstrakten Bausteinen Dinge werden, die man verteilen kann. Beschreiben, wie mögliche Zielumgebungen aussehen. Und wie man die Dinge tatsächlich dort zum Laufen bringt.

Haben Sie ein Herz fürs Deployment Diagram? Setzen Sie es ein? Ich freue mich auf Ihre Kommentare! Oder geben Sie diesem Beitrag +1. Dann freut es sich.

Im unserem Stuhlkreis hat das Timing Diagram in der Zwischenzeit all seinen Mut zusammen  genommen …


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2 Antworten zu “„Keiner hat mich lieb.“ (Null Wertschätzung fürs Deployment Diagramm?)”

  1. Stefan Bremer sagt:

    Hallo Stefan,

    Du sprichst mir aus der Seele,

    seit langer Zeit schon Preise ich die Vorteile,

    Zum Beispiel die Möglichkeit vor dem Probelauf

    nochmal kontrollieren zu können, ob das Deployment

    Auch geklappt hat.

    Ja ich mag es, das Deployment Diagramm

  2. Ralf Somplatzki sagt:

    Hallo Herr Bremer,
    ich oute mich mal als „Möger“. Als Requirements Engineer habe ich das Deployment Diagramm schätzen gelernt, um bei der Anforderungsspezifikation die Vertreter der Lager „Entwicklung“ und „Betrieb“ an einen Tisch zu bekommen und möglichst frühzeitig über Betriebskonzepte zu diskutieren.
    Allzu häufig muss ich ja erleben, das engagiert entwickelt wird und erst am Ende die Frage gestellt wird: Was machen wir jetzt damit? Oder noch konkreter: Die Vertreter des Betriebs am Ende vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Dass auch aus ihrem Bereich „Anforderungen“ formuliert werden, wird schon mal übersehen.
    Danke für die Hommage an das Deployment Diagramm,
    Ralf Somplatzki

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