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Neue Prioritäten im BPM durch Design Thinking

Neue Prioritäten im BPM durch Design Thinking

10. April 2013

BPM und Design Thinking-

IBM entwickelt sich in den nächsten Jahren zu einer „Design Centric Organisation“ und Prozessmodelle verlieren im Geschäftsprozessmanagement ihre oberste Priorität zugunsten von Benutzerzentrierung – so könnte die Kurzfassung eines Podcasts-Gesprächs zwischen Clay Richardson (Forrester Research) und Phil Gilbert (Head of IBM Design) lauten, über den ich vor Kurzem gestoßen bin.

 

Aber vielleicht ist ein genauerer Blick angebracht. Zunächst diskutieren die Gesprächspartner Globaltrends wie „mobile first“ und die „ongoing digital disruption“ sowie die Marksituation im Bereich Unternehmenssoftware. Interessant finde ich, dass beide aus den Globaltrends ableiten, dass für Unternehmenssoftware Benutzerzentrierung (Stichwort: „design first“) zur obersten Priorität wird:

„This drive for exceptional user experience is also radically changing the way companies approach business process design.
Over the past six months, I have run across more and more BPM teams where user experience is playing a much larger role in driving business process change. Some of these teams highlighted that they see experience design playing a greater role in driving process change than the actual process modeling and analysis aspects of process improvement. “ (C. Richardson)

Ich finde dabei bemerkenswert, dass IBM Design Thinking in einem eigenen Ansatz auch nutzt, um einen tiefgreifenden kulturellen Wandel voranzutreiben. Intern soll für die Abstimmung und Zusammenarbeit von Entwicklern verschiedener Bereiche eine neue Sprache und neue mentale Modele verwendet werden:

„We’re trying to change the language of our release cycles to a language that evolves around user stories as opposed to features and functions.”

Der Weg geht für IBM also weg von einem funktionalen oder technologischen Fokus hin zu einer holistischen Betrachtung, welche den Anwender klar in den Mittelpunkt stellt. Benutzerzentrierung soll den Ausgangspunkt der Planung von Software-Produkten bilden. Für die konkrete Umsetzung bleibt die Kernfrage:

„How do you organize a given product release so that we achieve the outcomes that we intended when we started the release? How do we intentionally design the outcome that we want? And then how do we achieve the outcome?
And on the highest level Design Thinking [and what we are doing here at IBM] is trying to organize a product release mentality and ethos so that we can do this at scale.“

Ich erinnere mich noch gut an Werbekampagnen der letzten Jahre mit der Botschaft “Sie müssen ihre Prozesse im Griff haben”, die von unterschiedlichsten Anbietern von BPM-Software für verschiedenste Branchen betont wurde. „Experience first“ ist ein Gegenentwurf, den ich für richtungsweisend halte – allerdings nicht nur für Software-Hersteller.


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