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Zum Anforderungsbändiger gekürt und nun?

Zum Anforderungsbändiger gekürt und nun?

24. Juni 2014

Mit Anforderungen erfolgreich und glücklich werden

Kommt Ihnen folgende Situation irgendwie seltsam bekannt vor?

Anforderungsbändiger

Das Hochgefühl der letzten Woche, in der Sie zum Projektkoordinator berufen worden sind und die Aufgabe übernommen haben, die Anforderungsspezifikation[1] für die neue Software zu schreiben, weicht dem unguten Gefühl, in der Vielzahl der Anforderungen und Wünsche den Überblick zu verlieren?

Im Laufe der Woche sind eine Vielzahl an Anforderungen und

Wünschen bei Ihnen eingetroffen, leider auf den unterschiedlichsten Wegen. Da gibt es einen reichen Fundus in Ihrem Postfach, gerne auch in Form von Kettenmails. Mails per CC zu verschicken, zu kommentieren und weiter zu senden ist heutzutage ja schnell gemacht. Im firmenweiten Sharepoint finden sich mittlerweile auch einige Dokumente und Notizen sowie ältere Handbücher, die vielleicht wichtig sind. Bei Sharepoint ist Ihnen auch nicht 100%ig klar, ob sie alle ‚Ecken‘ kennen oder überhaupt zu allem Zugang haben.

Und dann gibt es noch das Bugtracking-Tool, in dem sich bereits über einen längeren Zeitraum sehr viele Anforderungen angesammelt haben. Die Detailtiefe reicht von ‚haarfein‘, meistens mit Umsetzungsangaben, bis ’saugrob‘.

Zum allem Überfluss bekommen Sie auch noch mit, dass Kollegen aus dem Fachbereich ohnehin glauben, dass auch dieses Projektvorhaben mal wieder eine Software produzieren wird, mit der sie nichts anfangen können.

Alles in allem nicht schön, aber es gibt ja keine Alternative  – schließlich ist der Abgabetermin für die Anforderungsspezifikation schon in Kürze. Sie gehen mit sich in Klausur, sichten alle Anforderungen, die Sie kennen und beginnen die Spezifikation in Prosa zu verfassen. Lücken in den Anforderungen runden Sie mit ihrem Erfahrungswissen ab, für Rücksprachen mit den Anwendern fehlt Ihnen die Zeit. Insbesondere weil Sie in vielen Fällen erst einmal herausfinden müssten, wer der richtige Ansprechpartner ist.

Spätestens wenn das grobe Gerüst steht, blocken Sie alle Änderungs- oder Ergänzungswünsche ab und vertrösten die potenziellen Anwender auf das nächste Release. Wenn sie ehrlich sind, wissen Sie nicht einmal, ob es ein weiteres Release geben wird, geschweige denn, wann dieses anstehen könnte. So richtig Spaß macht die Arbeit auch nicht, aber sie muss ja erledigt werden.

Die fertige Spezifikation ist, (mal wieder) so umfangreich geworden, dass die Fachabteilung keine Chance sieht, es intensiv zu reviewen. Im Vertrauen auf Ihre Person wird die Abnahme erteilt und Sie übergeben das Lastenheft den Entwicklern.

  • Sauber, Termin für das Lastenheft gehalten, alles im grünen Bereich!
  • Oder bleibt doch das ungute Gefühl, bestenfalls Mittelmaß abgeliefert zu haben?
  • Sind Sie wirklich glücklich mit dem Ergebnis und der Art und Weise wie es entstanden ist?
  • Kann man das nicht besser, professioneller und mit mehr Spaß an der Arbeit machen?

Wir bei oose denken, dass dies nicht nur möglich ist, sondern auch deutlich bessere Ergebnisse hervorbringt. Trauen Sie sich doch einmal, gemeinsam mit Ihren Stakeholdern eine greifbare Produktvision zu erarbeiten, den Systemkontext abzustecken oder bestimmte Anforderungen zu modellieren und mittels Prototyping zu evaluieren.

Wenn Sie lernen und ausprobieren möchten, wie man einerseits Spaß bei der Erstellung einer Anforderungsspezifikation haben kann und diese darüber hinaus auch noch eine hohe Qualität aufweist, nutzen Sie doch diesen Sommer.

Wir haben noch freie Plätze im Juli und August in unseren Requirements Engineering Seminaren. Lernen Sie in 4 Tagen (Mo – Do) eine durchgängige Methode kennen und haben Sie Spaß in vielen gemeinsamen Gruppenübungen. Und wenn Sie ohnehin schon dabei sind, hängen Sie doch den Freitag noch dran und erwerben das Zertifikat als Certified Professional for Requirements Engineering (Foundation Level) des International Requirements Engineering Boards (IREB).

Und so ganz nebenbei können Sie den Hamburger Sommer genießen und sich persönlich davon überzeugen, dass Hamburg sehr angenehme Sommerabende zu bieten hat.


[1]     Möglicherweise heißt es bei Ihnen auch Lasten- oder Pflichtenheft.


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