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Im Team-Blog schreiben oose-Mitarbeiter über:

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Kurzbericht vom PM-Forum 2011

In der vergangenen Woche waren mein Kollege Jan Gentsch und ich auf dem PM-Forum in Nürnberg. Veranstaltet von der GPM, der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement e.V., ist das PM Forum das größte Projektmanagementevent in Europa.

In den Gesprächen an unserem Stand war “Agilität” natürlich das zentrale Thema. Viele Teilnehmende kommen nicht aus der IT-Welt und dementsprechend breit war der Bedarf sich erst mal zu informieren. Von „Agilität in 5 Minuten erklärt“ über „Wie kann Agilität auch in Nicht-Softwareprojekten sinnvoll eingesetzt werden?“ bis hin zu Expertenthemen, wie z. B. „Wie schaffe ich es der Product Owner Überforderung Herr zu werden?“ war alles dabei.

Im Agilen Vortrag-Stream des Konferenzprogramms gab es faszinierende vom Pragmatismus geprägte Vorträge, wie die Anwendung von Scrum in einem großen Infrastrukturprojekt, genauso wie sehr grundlegende Vorträge über Scrum. Dabei war das Wissen über das Scrum-Handwerkszeug leider teilweise auch noch sehr grundlegend.

Projekt-Tarot-Team auf dem PM-Forum 2011
Ein Highlight für uns und die mutigen Teilnehmenden war die blaue Stunde. Alle Aussteller waren eingeladen abends für 2 Stunden ein besonderes Programm auf die Beine zu stellen. Nach intensiver Recherche und einem Fernstudium bei astro.TV (eine harte Schule), haben wir interessierten Projektleitern Ihre Zukunft aus unseren handgefertigten Projekt-Tarot-Karten gelesen. Damit sollte dann auch obiges Bild in einen verständlichen Kontext eingebettet sein, es handelt sich nicht um unser neues Berateroutfit!

Fröhliches Halloween!

Mit Story Maps Geschäftsprozesse gemeinsam modellieren

Haben Sie schon mal versucht, einen Geschäftsprozess in einer Gruppe von Leuten zu modellieren? Welche Technik setzen Sie ein? Einer modelliert am Rechner und der Rest schaut per Beamer zu und kommentiert? Zu wenig gemeinsames Arbeiten? Also alle gemeinsam vor dem Whiteboard, jeder mit einem Stift bewaffnet? Zu chaotisch?

Wir haben hierfür eine Technik übernommen, die sich bereits im agilen Requirements Engineering für Gruppen bis 10 Leuten bewährt hat: Story Maps. (Weitere Infos unter: iX, CIO-Magazin und Jeff Patton) Diese geben eine einfache Struktur vor, um einen Prozess einfach mit Karten zu beschreiben. Und das geht hervorragend in Gruppen: Jeder kann Karten schreiben, jeder kann Karten auf- oder umhängen und alle sehen jederzeit wie ein gemeinsames Bild des Prozesses entsteht.

Natürlich hat eine Story Map nicht die gleiche Ausdruckskraft wie etwa die BPMN. So sind etwa die Möglichkeiten, Varianten oder Schleifen zu beschreiben, sehr eingeschränkt. Dies stellt aber meist kein Problem dar. Bevor ein Team sich an die Aufgabe macht, gemeinsam Geschäftsprozesse zu modellieren, sollte es sich selbstverständlich überlegen, wozu braucht es eine Beschreibung des Geschäftsprozesses und wie genau muss sie dafür sein. Erfahrungsgemäß wird hier häufig über das Ziel hinausgeschossen, d.h. es wird viel detaillierter modelliert als der Zweck, beispielsweise Softwareentwicklung, es wirklich erfordert. Für die meisten Zwecke reicht die Ausdruckskraft einer Story Map völlig aus, um einen Überblick über den Geschäftsprozess zu gewinnen.

Aber selbst wenn eine detaillierte Beschreibung notwendig ist, sollte das Team sich vorher überlegen, wie genau die kollektiv erarbeitete Beschreibung realistischer Weise werden kann. Meist reicht aus, initial ein gemeinsames Bild zu entwickeln, das dann weiterentwickelt und detailliert wird, wenn es benötigt wird. Und um zu Beginn eine einheitliche Vorstellung des Geschäftsprozesses zu erarbeiten, sind Story Maps genau das richtige Instrument. Das Ergebnis lässt sich dann als Ausgangspunkt beispielsweise für ein umfassanderes BPMN-Diagramm verwenden.

Wie hängen GPM und IPMA zusammen?

GPM/IPMA

Ich stand gerade mal wieder vor der Frage, zu erklären, wie denn die GPM (Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement) und die IPMA (International Project Management Association) eigentlich zusammenhängen.

Hier meine Erklärung in Stichpunkten:

  • Die IPMA ist eine Zusammenschluss von  40 nationalen Projektmanagementvereinigungen, mit weltweit mehr als 40.000 Mitgliedern
  • In Deutschland wird die IPMA durch die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V. vertreten.
  • Die IPMA gab 1999 die IPMA Competence Baseline (ICB) heraus = Basis für die nationalen Zertifizierungsprogramme
  • Die ICB 3.0 (in Englisch beschrieben) umfasst folgende 3 Kompetenzfelder: Technical Competences, Behavioural Competences, Contextuel Competences
  • Die IPMA bietet ein vierstufiges Zertifizierungssystem (Level A-D, A ist der Höchste) an. Die Gewährleistung des hohen Qualitätsniveaus dieses System liegt in Deutschland in der Verantwortung der Zertifizierungsstelle der GPM (PM-Zert).
  • Die IPMA vergibt seit 2002 an Projektteams, die Spitzenleistung im Projektmanagement nachweisen, den IPMA International Project Excellence Award. Dieser wurde aus dem Deutschen Project Excellence Award (Früher: “Deutscher Projektmanagement Award”) entwickelt, den die GPM seit 1996 in Deutschland vergibt.