Die neue Urkunde der UmweltPartnerschaft Hamburg ist im Briefkasten, dazu ein Aufkleber für die Eingangstür. Folgende freiwillige Maßnahmen wurden anerkannt: Einkauf von Ökostrom und Bio-Lebensmitteln, Übernahme der Kosten für das Deutschlandticket und der Einsatz von Bewegungsmelder, angepasst an Sommer- und Winterzeit . Ich habe die Verlängerung begleitet und war dazu im Austausch mit der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) . Auf der Urkunde landet, was man belegen kann.
Ökostrom. Der Strom für unseren oose.campus in Altona kommt aus erneuerbaren Quellen. Ein Vertrag, dauerhafte Wirkung. Der sprichwörtlich einfachste Schritt.
Bio beim Einkauf. Für Küche und Seminarpausen kaufen wir aus Überzeugung und nach Möglichkeit immer Bio.
Deutschlandticket. Wir zahlen das Ticket für unsere Kolleg:innen komplett. Wer damit zur Arbeit fährt, fährt damit in der Regel auch zu Kund:innenterminen. Das ist der eigentliche Effekt.
Bewegungsmelder. Flure und öffentliche Bereiche auf unserem oose.campus sind mit Bewegungsmeldern ausgestattet, Licht geht nur an, wenn es gebraucht wird.
Was nicht auf der Urkunde steht
Seminarunterlagen und Bücher bekommen Teilnehmende zunehmend digital. Bis vor nicht allzu langer Zeit haben wir für zwei Tage Schulungsunterlagen ausgedruckt, geklammert und verteilt: ein Teil davon lag am Ende der Woche im Papierkorb. Heute drucken wir z.B. als Nachschlagewerk für Zertifizierungen oder bei sehr umfangreichen Seminaren. In den Seminaren stehen Karaffen und Gläser auf dem Tisch, keine Flaschen: das Wasser kommt gefiltert aus der Leitung. Mit oder ohne Sprudel, gekühlt oder Zimmertemperatur. Unsere Seminare leben von Übungen an Metaplanwänden und Flipcharts. Da fällt wohl oder übel eine Menge Papiermüll an, dieser wird selbstverständlich getrennt aber vorher werden möglichst beide Seiten genutzt und beschrieben. Reisen zu unseren Kunden bestreiten wir mit Bahn und öffentlichen Verkehrsmitteln statt mit Auto und Flugzeug.
Warum die Urkunde nicht das Ziel ist
Die UmweltPartnerschaft Hamburg gibt es seit 2003. Rund 1.700 Betriebe sind dabei, getragen von der Umweltbehörde, der Handelskammer und der Handwerkskammer. Anerkannt wird nur, wer freiwillig mehr tut und es belegen kann. Für uns hört Umweltschutz nicht mit der Urkunde auf, sondern ist zusammen mit Nachhaltigkeit fest in den Unternehmenswerten verankert.
Wenn du bei uns im Haus etwas siehst, das besser gehen könnte: sag es mir.
Maike, Vertrieb & Organisation bei oose
Mehr zur UmweltPartnerschaft: hamburg.de/umweltpartnerschaft