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Welcher Teleprompter ist der richtige für mich? (Teil 2)

25. Mai 2021

Teil 2

Welcher Teleprompter ist der richtige für mich?

Mittlerweile gibt es eine wachsende Bandbreite an Setups für Teleprompter. Bei der Wahl kommt es daher auf den Verwendungszweck und die persönlichen Vorlieben an. So spielen Budget, das genutzte Betriebssystem und die bisherige Ausstattung eine Rolle.

Die folgende Matrix soll die Entscheidung erleichtern:

Professioneller
Teleprompter
DIY Teleprompter
Einspiegel-Setup
DIY Teleprompter
Zweispiegel-Setup
Beschreibung PROMPTER
PEOPLE
ProLine Plus 19″
Ein Holzkasten
+ Halterung
für das Display. Display liegend. Ein halbdurchlässiger
Spiegel vor der Kamera.
Ein Holzkasten
+ Halterung
für das Display. Display stehend. Ein halbdurchlässiger
Spiegel vor der Kamera
Ein Oberflächenspiegel
vor dem Display.
Kosten 2.200€ ca. 150€ ca. 250€
Aufwand mittel hoch
Displayhelligkeit 250cd/m² min. 350cd/m²
Betriebssystem Linux,
macOS,
Windows
Linux,
macOS,
Windows (eingeschränkt)
Linux,
macOS,
Windows
Software Linux: keine
macOS: keine
Windows: UltraMon
Zusätzliches/
Alternative
Windows:
Dummy HDMI Dongle
oder HDMI Mirrorbox
(+400€, ersetzt Software)

Signifikante Unterschiede eines Teleprompters:

  • Größe/Platz
  • Verwendungszweck (Textanzeige vs. Videokonferenz)
  • Spiegelsetup und Helligkeit

Form follows function:

In diesem Kontext bedeutet das: Der Verwendungszweck bestimmt die Größe und den benötigten Platz. Für einen klassischen Teleprompter, der Lauftext anzeigen soll, reicht ein Monitor mit einer Bildschirmgröße von 7″ aus, was den Maßen eines handelsüblichen Tablets entspricht. Soll der Teleprompter für den Einsatz in Videokonferenzen optimiert sein, in dem man dank direkter Face-to-Face-Übertragung professioneller auftritt, eignen sich Bildschirme ab einer Diagonale von 21″. Auf diese Variante möchte ich gern in meiner Blogserie genauer eingehen. Für den ersten Verwendungszweck finden sich bereits günstige Gestelle und Apps.

Größe/Platz:

Ziel ist es, den Aufbau so zu gestalten, dass man frontal in die Kamera schaut und gleichzeitig mittig auf den Bildschirm schaut, auf dem die Gesichter der Gesprächspartner zu sehen sind. Somit sieht man gleichzeitig seinen Gesprächspartnern direkt ins Gesicht und in die Kamera. Für beide Varianten benötigt man mindestens 60 cm in der Höhe, 55 cm in der Breite und 45 cm in der Tiefe an Platz.

Spiegel-Setup und Helligkeit:

Je nach Platz und Displayhelligkeit bietet sich ein Einspiegel- oder ein Zweispiegel-Setup an. Der Vorteil der Option mit nur einem Spiegel ist, dass weniger Licht verloren geht: Das gespiegelte Bild des Bildschirms strahlt heller. So kann ein stärker reflektierendes Glas verwendet werden (zu den besonderen Spiegeln kommen wir später). Das Bild muss dann jedoch noch software- oder hardwareseitig horizontal gespiegelt werden. Bei dem Zweispiegel Setup ist dieser zweite Schritt nicht mehr nötig. Allerdings werden hierfür zwei besondere Spiegel benötigt, die viel Licht (ver-)brauchen: Das Zielbild wird entsprechend dunkler. Abhilfe schafft ein helles Display von mind. 350cd/m2.

Spiegel:

Für beide Setups wird ein sogenanntes Beamsplitter-Glas bzw. ein halbdurchlässiger Spiegel verwendet. Dieser lässt in der Regel 70% des Lichtes durch und reflektiert 30%. Zum Vergleich: ein normaler Wandspiegel reflektiert im Schnitt über 90% des Lichtes. Damit wir bei 30% Reflexion dennoch genug sehen können, sollte der Raum hinter dem Spiegel, in dem sich die Kamera befindet, für bessere Ergebnisse geschwärzt und abgedunkelt werden.

Beim Zweispiegel-Setup wird zusätzlich noch ein sogenannter Oberflächenspiegel benötigt: Beim handelsüblichen Rückflächenspiegel würde durch das zweimalige Reflektieren in Glas und Metallschicht ein sogenanntes „Ghosting“ erzeugt werden.


Oberflächenspiegel:


Rückflächenspiegel:


Soft- und Hardware:

Ich empfehle mit einem zweiten Bildschirm zu arbeiten, der ausschließlich für den Teleprompter genutzt wird. Je nach Betriebssystem bieten sich unterschiedliche Lösungen an, um das Bild bei dem Einspiegel-Setup horizontal zu spiegeln.

macOS und Linux („xrandr“) bieten diese Funktionalität mit Bordmitteln an. Bei Windows gibt es hauptsächlich Workarounds, z.B. via VLC Media Player, Flip Plugin für Chrome und UltrMon. Hierbei empfehle ich letzteres in Kombination mit einem Dummy HDMI-Dongle und einem zweiten Display.

Betriebssystemunabhängig gibt es Hardware-Lösungen, die das Spiegeln übernehmen, wie zum Beispiel die HDMI-Mirrorbox:

Quelle: https://telepromptermirror.com/hdmi-mirrorbox/


Hier geht es zurück zu Teil 1: Was ist ein Teleprompter?


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